Grohnde Kampagne
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Die nächsten Termine

  • Fr. 26.08.  |  17.00 Uhr  |  Projekttreffen 40 Jahre "Schlacht um Grohnde"
    Café täglich, Osterstraße 41, 31785 Hameln

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Regionalkonferenz initiiert Geschichtsprojekt

(Mi, 06-07-2017) Das geplante Projekt 40 Jahre „Schlacht um Grohnde“ stand im Mittelpunkt der Regionalkonferenz am vergan­genen Samstag in Hameln. Am 19. März 1977 kam es zu teils heftigen Auseinan­der­setzungen zwischen 15.000 Demon­stran­ten, die z.T. versuchten den Bau­platz zu besetzen und der Po­li­zei; betroffen waren auch Anwohner, Spaziergänger und Schaulustige.

Mit meh­reren Veranstaltungen wollen wir im März 2017 den langen Bogen vom Beginn der Auseinan­der­setzung vor dem Bau des AKW bis heute schlagen, nach Erinnerungen und heutiger Relevanz fragen. Wir suchen dazu fachliche Koope­ra­tionspartnerInnen. Ein erstes Projekttreffen soll im August in Hameln stattfinden.

Weiteres Thema waren die jüngsten Zwischenfälle im AKW Grohnde, das nach unserem Eindruck auch nach ver­län­gerter Revision noch nicht rund läuft. Da eine öffentliche Information im Umweltausschuss des Niedersächsischen Land­tages von Juli auf August verschoben wurde, werden wir uns in einem Brief an die Niedersächsische Atomauf­sicht nach den Gründen erkundigen. Am 8. August gibt es dann für alle die Möglichkeit, sich in der öffentlichen Sitzung des Umweltausschusses aus erster Hand zu informieren.

Des Weiteren wurde auf der Regionalkonferenz von der Mitgliederver­sammlung des Rechtshilfefonds und den nächsten Klage-Schritten in diesem Sommer berichtet. Es wurde darauf verwiesen, dass 2017 mehrere Wah­len anstehen: die Landtagswahl am 14. Mai in Nordrhein-Westfalen, die Bundestagswahl im Herbst und im Winter dann die Landtagswahl in Niedersachsen.

Stillstand geht weiter: Steht Grohnde vor dem Aus?

(29.5.16/KS) Noch einmal wird ein neuer Anfahrtermin bekannt gegeben. Laut aktueller Presseinfo des Niedersächsischen Umweltministeriums plant E.on das Wiederanfahren nun am 13. Juni. Seit Beginn der Revisionsarbeiten Anfang April steht die Anlage jetzt still. Immer wieder wurde ein neuer Anfahrtermin bekannt gegeben mit der Begründung, die Arbeiten im Zusammenhang mit der beschädigten Nachkühlpumpe seien noch nicht abgeschlossen. Bliebe es tatsächlich beim aktuell angekündigten Termin, wäre der Reaktor dann rund zweieinhalb Monate außer Betrieb. Offensichtlich ist es ein äußerst komplizierter Vorgang, alle Metallteile, die sich an der beschädigten Pumpe gelöst haben, aus dem Primärkreislauf des Reaktors wieder herauszufiltern. Bleiben derartige Fremdkörper im Kreislauf zurück, können sie sich dort frei bewegen und Schäden mit unkalkulierbaren Ausmaßen verursachen. Der Primärkreislauf steht als Hauptkühlmittelkreislauf in Verbindung mit den Brennelementen, ist mit radioaktiven Stoffen hoch belastet und darf als geschlossenes System keine Radioaktivität nach außen freisetzen.

Diese Situation wirft einige entscheidende Fragen auf:

In welchem Betriebszustand des Reaktors haben sich die Metallteile von der Pumpe gelöst? Wie groß war zu dem Zeitpunkt die Gefahr von Folgeschäden? Ist es überhaupt technisch möglich, die gefährlichen Fremdkörper aus dem Hauptkühlmittelkreislauf restlos zu entfernen? Wie kann dieses hochkomplexe Kühlsystem bis in den letzten Winkel hinein auf Rückstände überprüft werden? Ist nicht jetzt, wo die unkalkulierbare Gefahr im Herzen des Reaktors lauert, der Zeitpunkt für die Atomaufsicht gekommen, das von diesem Schaden ausgehende Gefährdungspotential so einzustufen, dass ein Weiterbetrieb für immer auszuschließen ist?

Diese Fragen und die weitere Planung zum „Nie wieder anfahren“ will die Regionalkonferenz am Samstag, den 4. Juni in Hameln in einer öffentlichen Beratung besprechen. Bereits bei einer Protestaktion am 25. Mai ebenfalls in Hameln konnte auf die gefährliche Situation aufmerksam gemacht werden.

Schluss mit der Flickschusterei – Grohnde muss endlich stillgelegt werden

(KS/11.5.16) Der alarmierende Befund einer ausgefallenen Kühlpumpe im AKW Grohnde zieht weitere Untersuchungen nach sich und wird die nun schon vier Wochen andauernde Stillstandsphase bis zum 5. Juni ausdehnen. Offensichtlich hat Umweltminister Wenzel in seiner Aufsichtsfunktion neue Anordnungen getroffen. E.on wird jetzt die vier im Primärkreislauf befindlichen Dampferzeuger und die zum Einsatz vorgesehenen Brennelemente prüfen.

Zwar begrüßen die Vertreter der Regionalkonferenz die atomaufsichtlichen Aktivitäten. Jedoch ersetzen die geplanten Überprüfungen nicht annähernd die dringend erforderlichen Maßnahmen bezüglich der anlageninternen Schwachstellen, schlummernder Defekte, alterungsbedingter Ausfälle und des unzureichenden Schutzes gegen Terrorgefahren von innen und außen.

Die grundsätzliche Gefahrensituation des AKW Grohnde bleibt somit bestehen, ein Unfall mit erhöhter radioaktiver Freisetzung ist nicht auszuschließen. Deshalb braucht es keine Scheinlösungen, die ein Gefühl von Sicherheit suggerieren. Es gibt nur eine Lösung für größtmögliche Sicherheit: Die sofortige Stilllegung.

Ausgefallene Nachkühlpumpe im AKW Grohnde: Regionalkonferenz fordert von Minister Wenzel Sofortmaßnahmen im Notfallschutz

(KS/27.4.16) Als Konsequenz auf den Ausfall der Nachkühlpumpe hat Umweltminister Wenzel als Leiter der zuständigen Atomaufsicht jetzt umfangreiche Untersuchungen an dem Bauteil angeordnet [NMU-Presseinfo] . Das reicht den Vertretern der Regionalkonferenz jedoch nicht. Sie schickten gestern einen Brief an den Minister, in dem sie ihn aufforderten, unverzüglich Maßnahmen anzuordnen, die den anlageninternen Notfallschutz zu jeder Zeit voll gewährleisten.

Notfallschutzmaßnahmen sollen sicherstellen, dass bei einem schweren Ereignis gravierende Auswirkungen auf die Umgebung vermieden bzw. vermindert werden. Es gibt aber erhebliche Zweifel an deren Funktionsfähigkeit und Durchführbarkeit. Das stellte die Reaktorsicherheitskommission bei Sicherheitsüberprüfungen in Deutschen Atomkraftwerken unmittelbar nach der Reaktorkatastrophe von Fukushima fest, und auch die Physikerin Oda Becker stellt in ihrer Schwachstellenanalyse zum AKW Grohnde das reibungslose Funktionieren der Notfallschutzmaßnahmen dort in Frage.

Durch den Alterungsprozess kommt es in Grohnde nun immer häufiger zu Störungen und Defekten in der Anlage, die oft nicht sofort entdeckt werden. So kann unter den gegebenen Voraussetzungen in einer Notsituation bereits ein vermeintlich harmloser Schaden unermessliche Auswirkungen haben. An dieser Stelle ist die Atomaufsicht gefordert, unverzüglich die entsprechenden Maßnahmen anzuordnen – bis hin zum Entzug der Betriebsgenehmigung!

Revision im AKW Grohnde: Schon wieder Befunde!

(KS/21.4.16) Immer wieder werden bei den turnusmäßig stattfindenden Revisionsarbeiten im AKW Grohnde Störungen und Defekte festgestellt. Dieses Mal sind es Undichtigkeiten an Verschraubungen im Volumenregelsystem und eine von vier Nachkühlpumpen, die sich nicht einschalten lässt. „Auf einer Veranstaltung zum Thema Alterungsmanagement im Herbst 2014 behaupteten die Betreiber, mit ihren Überprüfungs- und Managementverfahren alles im Griff zu haben. Doch die Realität zeigt etwas anderes: Offensichtlich schlummern häufig Defekte in ihrer Anlage in Grohnde, die von keinem Kontrollsystem erfasst werden und somit mindestens bis zu den Revisionsarbeiten unentdeckt bleiben. Das ist besorgniserregend und muss die Niedersächsische Atomaufsicht endlich alarmieren, entsprechende Maßnahmen anzuordnen“, sagt Karsten Schmeißner von der Regionalkonferenz.

Dass in Grohnde etwas nicht stimmt, war erst aufgefallen, als zwei Tage nach dem geplanten Revisionsabschluss am 17. April noch immer kein Rauch über den Kühltürmen sichtbar war. Erst auf Nachfrage in Fachkreisen erfuhr die Regionalkonferenz von den Vorfällen. Und erst dann veröffentlichten e.on gestern (am 20.4.) und das NMU heute (am 21.4.) entsprechende Pressemitteilungen. Es heißt, dass die Arbeiten noch zwei Wochen andauern werden. „Es kann nicht sein, dass die Öffentlichkeit erst Tage später informiert wird. Die Bevölkerung hat das Recht, unmittelbar nach Bekannt werden solcher Vorkommnisse in Kenntnis gesetzt zu werden,“ so Karsten Schmeißner weiter. Erinnert sei an die Beinahe-Katastrophe vom April 2014 im Französischen AKW Fessenheim. Erst jetzt, zwei Jahre später, ist es Journalisten gelungen, den Vorfall aufzudecken.

 

Schwerer Zwischenfall im AKW Fessenheim aufgedeckt

(06.03.16/KS) Im April 2014 hätte es im dicht besiedelten Mitteleuropa zu einer Atomkatastrophe kommen können, als im Französischen AKW Fessenheim Wasser in das Sicherheitssystem einbrach. Die Süddeutsche Zeitung und der WDR fanden heraus, dass es sich bei dem als harmlos gemeldeten Zwischenfall tatsächlich um ein sehr ernstes Ereignis handelte [tagesschau-Bericht].

Nachdem das eingedrungene Wasser für Ausfälle im Sicherheitssystem sorgte, konnte der Reaktor nicht ordnungsgemäß abgeschaltet werden, weil sich die Steuerstäbe im Kern nicht mehr bewegen ließen. Die Temperatur im Reaktorkern konnte mehrere Minuten nicht kontrolliert werden, weil es keine Informationen über die Regelung im Kern gab. Die Situation war so dramatisch, dass als Notbremse Bor in den Kern eingebracht wurde, um den Reaktor herunter fahren zu können – für Westeuropa ein einmaliger Vorgang.

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Klage gegen AKW Grohnde: Akteneinsicht beantragt

(17.1.16/KS) Im Oktober haben Anwohner am AKW Grohnde eine Klage gegen dessen Betriebsgenehmigung beim zuständigen Oberverwaltungsgericht in Lüneburg eingereicht. Im Mittelpunkt der Klageschrift stehen die Gefahren durch Flugzeugabstürze und Terrorangriffe, die geforderte Akteneinsicht soll Erkenntnisse für entsprechende Gutachten und das weitere Verfahren liefern.

Im März des vergangenen Jahres war ein Antrag auf Entzug der Betriebsgenehmigung an das Niedersächsische Umweltministerium als zuständige Atomaufsichtsbehörde voran gegangen. Dieser Antrag wurde vom Grünen Umweltminister Wenzel abgelehnt. Die Begründung im Ablehnungsbescheid entkräftet die berechtigte Sorge vor den vom AKW ausgehenden Gefahren nicht und ist deshalb für die Kläger nicht nachvollziehbar gewesen.

Angesichts der aktuellen Pannenserie in den Belgischen AKW und den anhaltenden Terrorgefahren gewinnt diese Klage immer mehr an Bedeutung. Diese Aspekte können in einem solchen Verfahren nicht ignoriert werden.

Finanzielle Hilfe bekommen die Kläger vom Rechtshilfefonds Atomerbe Grohnde e.V. Mit einer Mitgliedschaft oder einer Spende kann dieser Verein unterstützt und die Klage wirkungsvoll gefördert werden.

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Anwohner fordern Entzug der Betriebsgenehmigung

Landespressekonferenz am 25. März 2015 in Hannover

Alle Infos auf den Seiten des Rechtshilfefonds Atomerbe Grohnde e.V.

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Das war die Aktions- und Menschenkette am 9. März 2013

Aus Anlass des 2. Fukushima-Jahrestages rief die Regionalkonferenz  für Samstag, den 09. März 2013 zu einer Aktions- und Menschenkette rund um das Atomkraftwerk Grohnde auf. An den mehr als 200 Aktionspunkten  im Abstand von etwa 40 km vom Reaktor probten mehr als 20.000 Menschen, was es bedeutet, wenn die Katastrophe nicht 9.000 KM entfernt, sonder direkt vor der eigenen Haustür stattfindet. Dazu hatte die Regionalkonferenz am Dienstag zuvor ein fiktives, aber durchaus realistisches Katastrophenszenario gestartet und mit sieben Bulletins entwickelt.  [Aktionsaufruf]  [mehr Infos zur Aktion]

Stell dir vor... Verlassen Sie das Sperrgebiet!

Stell dir vor: Riss im AKW Grohnde

Bulletin No. 7. Hameln. 8.3.2013, 1 Uhr. Nach dem Katastrophenszenario der "Regionalkonferenz Grohnde abschalten" wird die Bevölkerung 40 km rund um das AKW Grohnde aufgerufen, das Sperrgebiet bis spätestens Samstag 11 Uhr zu verlassen. Nach dem Szenario sind bei einem Unfall im Atomkraftwerk Grohnde seit Mittwochmorgen radioaktive Stoffe freigesetzt worden. Weiterlesen... Bulletin No.1 No.2 No.3 No.4 No.5 No.6 und Video Riss AKW Grohnde.


Grohnde 2013 Aktions- und Menschenkette auf einer größeren Karte anzeigen

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